| www.hoerbehinderten-info.de/elternvereinigung Information Nr. 1 / 1999 25.1.1999 |
![]() |
Mitgliederversammlung der Elternvereinigung am 17. April 1999
Ankündigung: Mitgliederversammlung
mit Wahl des Vorstandes am 17.April 1999 in der Landesschule für
Gehörlose in München
Thema: "Künftige Konzepte der SVE Die neuen Lehrpläne der Volks- und Realschule"
was erwartet uns Eltern ?
In eigener Sache: Da dieses Jahr mind. 3 Mitglieder unseres Vorstandes Ihre langjährige Tätigkeit beenden, suchen wir dringend neue Mitarbeiter im Vorstand. Wer hätte Interesse uns zu unterstützen ?
(siehe auch Leserbriefe)
Bilder als Chance zum Dialog
Die Firmen Callcenter C2U AG Münster und PTI haben zusammen ein
Bildtelefon Projekt realisiert. Hierbei ist nicht nur eine
Kommunikation von Gehörlosen zu Gehörlosen über Bildtelefonie
und Gebärdensprache, sondern auch eine Vermittlung in die
hörende Welt, möglich. Im Callcenter stehen ausgebildete
Gebärdensprachdolmetscher zur Verfügung, die über Bildtelefon
die Gebärdensprache übersetzen und per Telefon an hörende
Kommunikations-Partner weiter geben. Es werden verschiedenste
telefonische Dienstleistungen angeboten: Kontakt zu hörenden
Freunden und Bekannten, Ämtern, Firmen usw. Ebenfalls bietet
sich das Callcenter als Notruf-Zentrale für alle Gehörlose in
ganz Deutschland an.
Kosten:
Callcenterdienst 0,98 DM (max. 2.50 DM)
Telefongebühr 0,22 DM/Minute, bzw.0,44 DM/Minute, da für eine
einwandfreie Bildqualität zwei ISDN Leitungen(2x 64kbit-Kanäle)
benötigt werden
ISDN-Anschluss 28.00 DM / Monat Sozialtarif
Miete Bildtelefon T-View 100 38,50 DM / Monat
Somit ist zwar eine faszinierende Lösung für Hörgeschädigte geschaffen. Jedoch sind die Kosten für einen breiteren Einsatz immer noch zu hoch !
Helmut Pointner
Angebot von Hr. Wölfel, Bay. Sozialministerium für
Gesundheit
Wenn jemand einen negativen Bescheid von der Pflegekasse bekommt,
kann man sich an Hr.Wölfel wenden mit der kurzen Bitte um
Mithilfe, sich bei der Pflegekasse einzusetzen. Der jeweilige
Fall darf jedoch noch nicht im Widerspruch vor dem
Sozialministerium stehen.
Adresse:
Bayerisches Sozialministerium für Gesundheit,
Herr Wölfel, Winzererstr. 9, 80792 München
Wallburga Rotbucher
Gemeinsame Elternbeiratssitung in Hohenwarth am 24.10.98
Herr Groß stellte zunächst die verschiedenen Schriften zum
Thema Berufsfindung vor, die bei jedem Arbeitsamt kostenlos
erhältlich sind. In der Schulzeit werden bereits Praktika
angeboten, die jedoch unter Umständen den Berufszweig einseitig
beleuchten (z.B. nur schleifen oder feilen).
Als nächster Schritt erfolgen persönliche Beratungsgespräche,
bei denen eventuell ein Gutachten vorgelegt werden muß. Danach
erfolgt die schriftliche, dann die persönliche Bewerbung. Hier
kann bereits auf die finanzielle Förderung eines Betriebes bei
der Ausbildung eines Behinderten hingewiesen werden.
Nun folgen häufig Einstellungsprüfungen und Tests. Neu ist,
daß jedes Arbeitsamt einen Computer mit Arbeitsstellenangeboten
(ASIS) hat. Jedoch lassen sich dort die wenigsten Firmen
aufnehmen, da sie eine Bewerbungsflut befürchten. Relativ neu
ist auch, daß man bei jedem Arbeitsamt CD-ROM über die
Berufswahl ausleihen kann. Wenn dann noch immer keine
Ausbildungsstelle gefunden wurde, müssen mit der Berufsberatung
Überbrückungen besprochen werden (z.B. berufsvorbereitende
Lehrgänge in Betrieben oder beim Berufsbildungswerk). Auch der
Besuch einer Berufsfachschule (z.B. Erzieherin oder
Kindergärtnerin) wird oft als Möglichkeit angeboten. Mit dem
Quabi (Qualifizierender Bildungsabschluß = Mittlere Reife) ist
es für Gehörlose möglich, in Essen oder München an einer
Fachoberschule = FOS oder Berufsoberschule = BOS , bzw. Kolleg,
das Abitur oder oder die Fachhochschulreife (Fachabitur) zu
erwerben.
Nun stellte die neue Schulleiterin Frau Doenicke die Einrichtung
in Hohenwarth vor. Sie ist eine staatlich anerkannte private
Förderschule für lernbehinderte Hörgeschädigte mit Internat
und Berufsschule (z.B. Beikoch oder Damenschneiderin).
Hohenwarth hat eine eigene SVE. Momentan sind 3 hörende Kinder von Mitarbeitern mit in den Gruppen. Nächstes Jahr wird eventuell mit dem ortsansässigen Kindergarten ein Raum angemietet, um dort gemeinsame Aktivitäten abzuhalten.
Die Einrichtung beschäftigt eine eigene Ergotherapeutin und eine Psychologin. Einmal in der Woche kommt ein Logopäde (Artikulationstraining). In jeder Schulklasse ist eine zweite Kraft, die vom Träger bezahlt wird. In der 1.- 3. Klasse wird viel Freiarbeit (z.B. mit Montessori- Material) gemacht. Die Einrichtung hat einen eigenen Snoezelen- Raum (kommt aus Holland). Das ist ein Ruhe- und Meditationsraum mit Wassersäule, Lichteffekten, Aromatherapie, Spiegeln, einem Wasserbett usw.
Das spielerische Lernen (motorische Übungen) steht beim Schreiben und Rechnen im Vordergrund. Jede Klasse hat einen kleinen Nebenraum für Einzelübungen (mit eigenem PC) und es ist ein großer gemeinsamer Raum für alle Klassen vorhanden.
Der Unterricht läuft sehr differenziert ab. Bei einer Nachschrift z.B. bekommen die Schüler je nach Leistungsstand den ganzen Text, zwei Sätze oder auch nur 8 Wörter, um die Erfolgserlebnisse zu steigern. In der 10. Klasse eine HSK-Probe für alle Schüler gleich. Jedoch bekommen "bessere" Schüler Zusatzfragen. Es bestehen Wahlmöglichkeiten zwischen mehr Werken, Hauswirtschaft oder Nähen. Als Wahlfach wird Schulspiel, in dem z.B. Sketche eingeübt werden, angeboten. Thematisch wird ein Jahresprojekt (z.B. Thema Afrika) angeboten, das dann an eienm gemeinsamen Tag mit verschiedenen Projekten der einzelnen Klassen zum Abschluß gebracht wird. Insgesamt werden individuelle Lernmöglichkeiten bei einer ganzheitlichen Betrachtungsweise angeboten. "Dennoch kann man die Taubheit nicht wegzaubern".
Abschließend wurde von den anwesenden Elternbeiräten der Wunsch geäußert, daß die IG und die Elternvereinigung ihre Vereine zusammenlegen, da sie die gleichen Ziele verfolgen und auf Elternwochenenden ähnliche Themen besprechen. Außerdem wurde angeregt, eine Umfrage unter älteren GL oder gl Jugendlichen zum Thema Schulbildung, was sie von bilingualem Unterricht halten, was in der Schule hätte besser sein können, abzuhalten. Ziel wäre ein besseres Schulkonzept.
Norbert Pabsch
Fachtagung "Multimedia für Hörsprachgeschädigte" am 27.11.98 in Augsburg
1. Funktionsweise, technische Voraussetzungen, Hardware etc. der Bildtelefonie (Herr Baier, Telekom)
Ich berichte nur von dem normalen ISDN- Anschluß, da der für Betriebe (mit bis zu 30 Kanälen) für uns uninteressant ist. Die Telekom bietet mit dem ISDN- Anschluß zwei Kanäle an. Man kann z.B. gleichzeitig faxen und telefonieren oder das Bildtelefon nutzen und gleichzeitig faxen oder telefonieren. Auch kann der PC angeschlossen werden.
Der Kunde bekommt 3 verschiedene Rufnummern, wobei er entscheidet, welches Endgerät welche Nummer bekommt. Es war für mich neu, daß auf Antrag bis zu acht Rufnummern ohne Mehrkosten gegeben werden. Dieser Standardanschluß kostet 40 DM + MWSt. monatlich.
Bisher bietet die Telekom als Extras PC Ferndiagnosen, das Anklopfen und die Anrufweiterschaltung an. Die zusätzlichen Leistungen werden jedoch fast täglich erweitert.
Ab 1.8.98 gibt es den ISDN- Anschluß auch als Sozialanschluß, jedoch nur bei einer dauerhaften Voreinstellung auf die Telekom. Seit 1.1.99 gibt es im gesamten Telefonwesen erhebliche Preissenkungen.
Als Voraussetzung für den Sozialanschluß gilt die Befreiung von Rundfunkgebühren (RF im Behindertenausweis) oder ein Schreiben der Sozial- oder Versorgungsämter. Auch ein Nachweis, daß der alleine wohnt, einen eigenen Haushalt unterhält und Wohngeld, Witwenrente o.ä. erhält, reicht zur Gewährung des Sozialtarifs, der eine Entlastung von 15,74 mit Ziechen RF (19.78 DM bei Behinderung > 90%) bringt.
2. Anwendungsbeispiel zur Bildtelefonie (Frau S. Hagg, Herr F. Reichel)
Es wurde ein Schulversuch der 8./9. Hauptschulklasse Dillingen und der 8. Hauptschulklasse München vorgestellt. Am Anfang des Vortrags stand eine Demonstration eines Bildtelefonats von Frau Hagg mit ihrer Klasse in München. Die Schüler wurden mit LBG zu ihren Namen, Hobbys und ähnlichen befragt. Ein Mädchen konnte sogar vom Mund der Lehrerin den Namen einer x-beliebigen europäischen Hauptstadt ablesen.
Die anfängliche Skepsis der Lehrerin, warum und worüber sollten zwei fremde Klassen (mit schwachem Selbstbewußtsein und wenig konstruktiver Eigeninitiative) mit dem Bildtelefon kommunizieren, legte sich bald. Die Bedienung eines Bildtelefons ist kinderleicht. Die Helligkeit sowie das Bild kann optimal eingestellt werden. Telefoniert man über zwei Anschlüsse (doppelte Telefonkosten), kann das Bild bewegungsoptimiert werden. Lautsprecher sowie Eigenbild sind zuschaltbar. Zu Testzwecken kann für 64 Sekunden eine simulierte Bildanwendung gemacht werden.
Gegen- und Mischlicht sollten vermieden werden. Ein Abstand von 1- 1,5 Metern ist ideal (Gebärdenraum). Man sollte sich nicht mitten vor den Bildschirm, sondern mitten vor die Kamera setzen (die Kamera ist außermittig). Das Mundbild wird schlecht wiedergegeben und die Qualität der Lautsprecher ist schlecht.
In dem Schulversuch wurden fünf Telefonate geführt, mit dem Ziel, ein gemeinsames Treffen in München zu vorzubereiten und durchzuführen, was auch gelungen ist. Die Auswertung ergab, daß die Flüchtigkeit der Sprache noch verstärkt wurde. Die Bewegungsabläufe wirkten gezogen und intuitiv gebärdeten die gehörlosen Kinder langsamer und deutlicher. Die größten Probleme entstanden durch die Verzögerung der Datenübermittlung; Mißverständnisse waren schwierig zu klären. Es zeigte sich, daß Gebärden und Manualsysteme geeignete Kommunikationsmittel für das Bildtelefon sind. Die Übertragung von Schrift ist schlecht.
Frau Hagg behauptete abschließend, daß das Besondere am Bildtelefon die Übermittlung des Beziehungsaspekts sei (Körperhaltung, Lachen, Pausen, Schnelligkeit etc. werden übermittelt). Beim Fax oder Schreibtelefon werden nur Daten übermittelt. Es bleiben Fragen nach Gesprächsregeln: Wie melde ich mich? Wie unterbreche ich den Gesprächspartner oder wie verabschiede ich mich von ihm? Aber die technische Entwicklung wird hier schneller sein als die didaktische.
3. Pädagogische und didaktisch/methodische Gesichtspunkte der Bildtelefonie (M. Damberger)
Der Referent gehört dem Arbeitskreis "Multimedia für Hörgeschädigte" an und ist selber schwerhörig. Der Arbeitskreis setzt ein besonderes Augenmerk auf Lautspracherwerb, Schriftspracherwerb, Sprecherziehung, Hörerziehung, Abseherziehung und Kommunikation. Prinzipiell wird die Kommunikation per Gebärde durch das Bildtelefon ermöglicht. Die Verbreitung der Bildtelefone ist jedoch bisher noch gering. Der Bewegungsfluß und die Simultaneität sind noch weit vom Optimum entfernt. Die Zeitverzögerung ist für Schwerhörige eher verwirrend und somit die Akzeptanz noch gering. Abschließend wurde der Wunsch nach einem Verzeichnis der Bildtelefonteilnehmer in naher Zukunft gestellt.
4. Multimedia aus mediendidaktischer und medienpädagogischer Sicht (Dir. S. Friz, FWU München)
Über den Einsatz von Multimedia- Systemen gibt es noch keine empirischen Langzeitversuche. Aber es gibt eindeutige Vorteile: die Steigerung der Merkfähigkeit, komplexe Inhalte können dargestellt werden, unterschiedliche Perspektiven sind möglich, die verschiedenen Lerntypen werden angesprochen, die Motivation kann gesteigert werden und die individuellen Interessen und das kooperative Lernen können unterstützt werden.
Aber es gibt auch Probleme: man läßt sich vom Bilderdschungel gefangennehmen ("lost in hyperspace") oder man scheitert schlichtweg an der Technik.
5. Softwarevorführungen
Zunächst führte Herr Gigl die CD-ROM "Alpen" für die Sekundarstufe I vor, das Ende Januar fertiggestellt wird, und dann den bayerischen Schulen von der Zentralstelle zur Verfügung gestellt wird.
Dann führte Herr Habiger die CD-ROM "Mudra" vor. Es ist ein Programm zum Erlernen von Gebärden, jedoch weist die b -Version noch große Mängel auf. Außerdem wurde nur der österreichische Gebärdendialekt verwendet.
Dann stellte Frau Riecke die CD-ROM "Der barmherzige Samariter" vor. In der Info wurde schon oft über dieses gute und speziell für gehörlose Kinder berichtet. Daher berichte ich nur kurz davon. Auf Antrag gibt es bei Pfarrer Klenk bei der Bestellung von drei CD´s eine kostenlos. Außerdem bleibt noch zu erwähnen, daß er einen Freiarbeitskoffer mit Puzzles, Videos, Info-Material etc. entwickelt.
6. Sprachaufbau
Frau Ueding stellte die didaktische Intention eines neuen, im Aufbau befindlichen Programmes, für Hörgeschädigte vor. Zunächst untersuchte die Zentralstelle für Computer im Unterricht kommerzielle Lernprogramme. Mangels fehlender Gebärden oder nicht altersbezogener Inhalte sind diese Programme für Hörgeschädigte nicht oder nur bedingt zu empfehlen. Also untersuchten sie die Hörgeschädigtenprogramme, die meistens Gebärdenlexikas sind, und somit nur für Erwachsene geeignet sind (z.B. 777 Gebärden oder DGS- Gebärdenlexikon der TU Aachen). Es gibt kleine Programme für den Spracherwerb (z.B. der Videoaussprachtrainer oder Muskat). Und als letztes gibt es noch hörgeschädigtenspezifische Lernprogramme (z.B. Lernprogramm Holztechnik oder der barmherzige Samariter).
Man kam zum der Erkenntnis, daß die Hörgeschädigten lernen müssen ihre Wünsche in kurzen knappen Sätzen durchzusetzen. Sie besitzen geringe Lautsprachkompetenz, eingeschränkte DGS- Fähigkeit, haben ein geringes Umweltwissen und wissen nicht, wie sie sich in den verschiedenen Kommunikationssituationen verhalten sollen.
Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen für ein Sprachaufbauprogramm:
-Anknüpfung an lebensbedeutsame Alltagssituationen
-interaktiver, dialogischer Aufbau
-starke Einbeziehung von LUG (Lautunterstützende Gebärde
= LBG) und DGS
-Lehrplanbezogenheit
-verschiedene Schwierigkeitsstufen (Niveau)
-etablierbare Übungseinheiten
Allgemeine Überlegungen zum Sprachaufbauprogramm:
-klare Benutzerführung
-Leitfigur (Schrift, Sprechblasen, gesprochene Sprache, LUG und
DGS)
-verständliche Hilfestellungen
-angemessenes Screen- Design
-abspeicherbarer Zwischenstand
-Protokollausdruck zur Ermittlung des Förderbedarfs
-Punktestand als Anreiz
Überlegungen zu den Sprachmodi:
-Text- und Toneinblendungen
-geschriebener Text
-DGS und LUG Video- Einblendungen
Zielgruppe der CD-ROM ist die 5./ 6. Jahrgangsstufe und älter, weil die Kinder in diesem Alter langsam "flügge" werden. Es soll gehörlosen und schwerhörigen Schülern und deren Verwandten zugänglich gemacht werden. Es werden konkrete Alltagssituationen (wie am Bahnhof, beim Amt, beim Einkaufen oder im Restaurant) mit Wortschatz, Präpositionen, Begrüßungsfloskeln und der richtigen Wortstellung behandelt.
Herr Bauer gab den ersten Einblick in das neue Programm. Eine virtuelle Person geht durch den Bahnhof. Sie kann z.B. den Fahrplan anklicken, die Uhr oder den Schalter und muß dort konkrete Fragen mit korrektem Satzbau stellen und Dialoge führen (Wann geht der Zug nach Würzburg? Wieviel Zeit hast du noch? Welches Gleis mußt du nehmen? Wie kaufst du eine Fahrkarte?....). Das Gegenüber antwortet u.U. "Ich verstehe dich nicht?" Nun muß die Frage oder Antwort richtig wiederholt werden. Alles in allem scheint dies ein sehr guter Ansatz für eine CD-ROM für unsere hörgeschädigten Kinder zu sein. Ich bin gespannt auf das Ergebnis.
Informationen zur Ausbildung Hörgeschädigter vom BBW München
Kurzfassung eines Berichtes vom BBW München
Hr.Dir. F.Meier, Musenbergstr. 30, 81929
München
Berufe für Mädchen
Wegen der hohen Anforderung an mündlicher Kommunikation sind "klassische" Ausbildungsberufe wie; Verkäuferin, Büro, Friseurin usw., nur sehr schwer zu realisieren und deshalb als Angebot auch in einem BBW nicht sinnvoll.
Immer mehr Mädchen erobern sich "Männerberufe ", ein Trend der sich auch bei den Ausbildungsberufen im BB W zeigt. Die folgenden %- Werte beziehen sich auf die Mädchenanteile bei "Hörenden". Der Anteil der Mädchen bei Hörgeschädigten beträgt seit vielen Jahren ca. 33 Prozent
| * | ![]() |
||
| Technische Zeichnerin | 50% | 16 | |
| Buchbinderin | 50% | 16 | |
| Druckerin | 30% | 21 | |
| Mediengestalterin | 70% | 16 | |
| Malerin | 5% | 16 | |
| Modenäher/schneiderin | 95% | 21 | |
| Feintäschnerin | 60% | 16 | |
| Industriemechanikerin | 10% | 24 | |
| Gärtnerin | 30% | 18 |
Neue Berufe im BB W sind:
Mediengestalterin (Fachrichtung Medienoperating),
Zerspanungsmechanikerin (Fachrichtung Drehtechnik), Modenäherin
u. Modeschneiderin, mit dem Schwerpunkt neue EDV Techniken
verstärkt zu vermitteln. Im BBW München wurden in den letzten
10 Jahren 10.400.000.- DM investiert. Zur Anpassung an
Produktionsbedingungen wird der Anteil der unter normalen
Zeitdruck hergestellten Produkte weiter entwickelt.
Für externe Berufsschüler wird in den im BB W vorhandenen und artverwandten Berufen Berufsschulunterricht erteilt. Zukünftig soll ein ausbildungsbegleitender Dienst für hörgeschädigte Jugendliche an Regel - Berufsschulen aufgebaut werden.
Leserbriefe
Um Ihnen die
Möglichkeit zu geben Ihre Meinungen auch anderen Mitglieder
mitzuteilen, ist hier Platz für
Ihre Leserbriefe !
Leider zeigt uns dieser Punkt das Problem unserer Elternarbeit. Seit Beginn dieser Aktion, haben wir einen Leserbrief erhalten und diesen nicht von Eltern, sondern von einem engagierten Sozialarbeiter. Immer wieder stellen wir uns im Vorstand die Frage: "Wer registriert überhaupt, wenn es die Elternvereinigung nicht mehr gibt ?". Weiter wird diskutiert, ob man mit der "Interessengemeinschaft hörgeschädigter Kinder" zusammengeht. Die IG bearbeitet die gleichen Themen wie wir, nur mehr im Schwerhörigenbereich.
Wir würden zu diesen Fragen gerne Ihre Meinung wissen - schreiben Sie uns einfach ! Vielen Dank
Bücher,
Videos und Computer CD´s
Haben Sie interessante Bücher, Videos oder Computer CD´s zum Thema gefunden ? Informieren Sie uns !
| Evang.
Gehörlosenseelsorge Fax: 0551/487196 |
Die CD
"Der barmherzige Samariter" ist lieferbar ! Preis: 149.- |
| Videothek
für Hörgeschädigte bei "Behinderte in den
Medien" Bonnerplatz 1 |
Verschiedene
Unterhaltungs- und Bildungsfilme mit Untertitel Jahresbeitrag 10.- DM für Privatpersonen keine Leihgebühr. Eine Übersicht der Leihvideos finden Sie unter: http://bidok.uibk.ac.at/video/vidf16.html bzw. kann bei der Elternvereinigung angefordert werden |
|
Das
allererste Kalenderbuch 1999 mit Gebärden ist da ! Kosten: 20.- DM Bezugsquelle: Landesarbeitsgemeinschaft der Gebärdensprachkursleiterinnen Bayern Steinheide 14 80995 München Fax: (089) 150 55 16 |
![]() |
Ein
Bilderbuch mit Lesetext und lautsprachbegleitenden
Gebärden. Der Gebärdentexts ist auf Klarsichtfolie
aufgedruckt. So kann der Inhalt mit oder ohne Gebärden gelesen werden. Preis:
25.- DM + Versand |
Termine
| DEAFmovie Wie wäre es diesmal mit der kompletten Familie am 20.02.99 um 17.00 Uhr im MaxX am Isartor Kosten 14.- DM Reservierung unter Fax 07034 / 30486 /
weitere Informationen mit Faxabruf 07034 / 652848 |